Bio-Käse oder nicht Bio-Käse? Alle Infos zum Thema!


Bio-Käse

Der Unterschied zwischen Bio-Käse und konventionellem Käse

In den Regalen sieht man sie überall: Die Bio-Siegel! Aber was steckt eigentlich dahinter? Was macht Käse eigentlich zum Bio-Käse? So wie bei fast allen Lebensmitteln gibt es auch Käse in Bio-Qualität. Das Bio-Siegel gibt es aber nur dann, wenn gewisse Richtlinien eingehalten werden.

Bio – die Milch macht’s!

Der größte Unterschied zwischen Bio-Käse und konventionellem Käse liegt in dem Rohstoff Milch. Bio-Kühe zeichnen sich vor allem durch eine artgerechte Haltung und für sie ökologisch angebautes Futter aus. Die Größe des Lebensraumes und der Auslauf spielen dabei eine große Rolle. So gibt es bestimme EU-Richtlinien, die besagen, wie groß die Stallfläche für eine Bio-Kuh sein muss. Der tägliche Weidegang und die Haltung auf Stroh sind ebenfalls vorgeschrieben. Darüber hinaus gibt es auf Bio-Höfen weniger schmerzhafte Eingriffe für die Tiere. Diese Maßnahmen helfen, die Qualität von Produkten wie Bio-Käse stets aufrecht zu erhalten.

Bei der konventionellen Milcherzeugung gibt es kaum Richtlinien. Das Wichtigste hierbei ist es, schnell und günstig das Maximum bei der Milchproduktion zu gewinnen. Bei der konventionellen Milchkuh ist nur eine kleine Stallfläche vorgeschrieben. Eine Regel für einen täglichen Auslauf gibt es nicht.

Natürlich gibt es auch hier wie immer Ausnahmen: es gibt viele Bauern, die ihre Kühe trotzdem auf große Weideflächen lassen, um ihnen Auslauf und frisches Gras zu geben.

Natürliches Futter

Bio-Kühe werden mit selbst erzeugtem Futtermittel versorgt. Gentechnisch verändertes Futtermittel ist bei Bio-Kühen tabu. Im Sommer besteht die Nahrung also am meisten aus frischem Gras von den Weiden und im Winter aus Heu, Silage und einem kleinen Anteil an Bio-Kraftfutter. Je mehr frisches Futter eine Kuh bekommt, desto besser für die Kuh und letztendlich auch für die Milch. Konventionelle Milchkühe bekommen meist mehr Kraftfutter als frisches Futter, was für die Tiere eine höhere körperliche Belastung bedeutet.

Verantwortungsvolle Herstellung

Der Grundstein für guten Bio-Käse wird also bereits mit der Haltung der Kühe gewährleistet. Aber auch in der Herstellung und der Verarbeitung von Bio-Käse gibt es besondere Bedingungen. Bio-Betriebe verarbeiten ausschließlich Bio-Rohstoffe und verzichten auf den Einsatz von Konservierungsstoffen. Außerdem enthält Bio-Käse weniger Zusatzstoffe als konventioneller Käse. So sind in der konventionellen Milchverarbeitung 320 Zusatzstoffe erlaubt, in der biologischen nur 47.

Fazit

Fakt ist, bei Bio-Käse gibt es strengere Richtlinien, wie eine artgerechte  und schonende Haltung der Tiere, aus der die Bio-Milch stammt. Ob Bio allerdings gleich besser bedeutet, ist umstritten. Natürlich gibt es auch Betriebe und Käsereien, die auf gute Lebensbedingungen von Tieren achten, auch wenn nicht das Bio-Siegel drauf steht. Gerade bei sehr traditionsreichen Sorten wie Comté, Camembert de Normandie oder Reblochon sind die Richtlinien weit strenger als die Bio-Richtlinien. Diese Sorten tragen nämlich ein A.O.P.-Siegel. Dass Nicht-Biokäse gleich schlecht sein muss, kann man also nicht pauschalisieren. Letztendlich ist es wohl jedem selbst überlassen, ob man sich bloß auf ein Siegel verlassen sollte oder einem Hersteller oder einer Marke Vertrauen schenken sollte, die transparent handelt.

Bei okäse werden unsere Produkte nur von ausgewählten und auf Qualität geprüften Käsereien bezogen. Wir achten dabei besonders darauf, dass der Käse nach traditionellen Verfahren und unter Beachtung des jahrhundertealten Handwerks hergestellt wird. Bei uns kannst Du Dir daher sicher sein, dass es sich um hochwertige, handwerklich hergestellte Käsesorten ohne chemische Zusätze oder gentechnische Veränderungen handelt.